Was sind Uterusmyome?
Uterusmyome (auch als Leiomyome und Fibromyome bezeichnet) sind gutartige Tumore, die innerhalb des Muskelgewebes der Gebärmutter entstehen. Mindestens 50% aller Frauen im gebärfähigen Alter haben Uterusmyome. Obwohl viele Frauen die Myome nicht spüren und ohne Probleme damit leben, können andere Symptome haben, die so schwerwiegend sein können, dass sie der Behandlung bedürfen.
Myome können so klein sein wie eine Münze oder die Größe einer Melone noch übertreffen. Ein sehr großes Myom kann die Gebärmutter auf einen Umfang bringen, der dem sechsten oder siebenten Schwangerschaftsmonat entspricht. Dabei handelt es sich entweder um ein großes Myom oder um eine Traube zahlreicher kleiner Myome.

Es existieren drei Haupttypen von Myomen, die entsprechend ihrer Lage in der Gebärmutter klassifiziert werden:
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Subseröse Myome
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Diese Myome entwickeln sich außen auf der Gebärmutter und dehnen sich auch hauptsächlich nach außen aus. |
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Intramurale Myome
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Die am häufigsten auftretende Myomform. Diese Myome entwickeln sich innerhalb der Gebärmutterwand. |
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Submucöse Myome
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Diese Myome entwickeln sich vor allem direkt unterhalb der Gebärmutterschleimhaut, die die Gebärmutterhöhle auskleidet. Diese Myome tragen am meisten zu verstärken Regelblutungen bei, können zu Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten führen. |
Welche Symptome treten bei Myomen am häufigsten auf?
- Sehr starke und lang andauernde Monatsblutungen
- Schmerzen oder Druckgefühl im Becken
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Druck auf der Blase, der zu ständigem Harndrang, Harninkontinenz oder Unfähigkeit der Blasenentleerung führt
- Druck auf den Darm, der Verstopfung und/oder Blähungen verursachen kann
- Vergrößerter Bauchumfang, was den Eindruck einer Gewichtszunahme vortäuschen kann
Wie erkenne ich, ob ich ein Uterusmyom habe?
Bei der Untersuchung zur Klärung eventuell myombedingter Beschwerden wird Ihr Frauenarzt/ Ihre Frauenärztin zunächst die Größe Ihrer Gebärmutter untersuchen. Fühlt sie sich vergrößert an, wird eine Ultraschall-Untersuchung durchführt, mit der das Vorhandensein, Lage und Größe von Myomen festgestellt werden kann. Nachdem Größe und Lage Ihres/Ihrer Myoms/e bestimmt wurden, kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin - möglicherweise nach weiteren diagnostischen Tests – eventuelle bösartige Veränderungen der Gebärmutter ausschließen. Sofern Sie keine von den Myomen verursachten Symptome verspüren, ist eine Behandlung nicht erforderlich. Ihr Arzt wird Ihnen dann z.B. lediglich eine halb- oder jährliche Ultraschallkontrolle des Myomwachstums vorschlagen.
Wenn Beschwerden vorhanden sind, wird man Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten erläutern und einen konkrete Therapie vorschlagen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen mir zur Verfügung?
Sie haben folgende Behandlungsmöglichkeiten:
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Vorgang
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Was ist das?
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Vorteile
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Nachteile
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| Hysterektomie | Chirurgische Entfernung der Gebärmutter über einen Bauchschnitt oder die Scheide. Dies bedeutet ca. 1 Woche Krankenhausaufenthalt mit anschließender Erholungsphase. | Myome treten nie wieder auf, weil die Gebärmutter entfernt wurde. | Sie können keine Kinder mehr bekommen. Der Erholungszeitraum liegt zwischen 4 und 6 Wochen. Es können andere operationsbedingte Komplikationen auftreten. |
| Abdominale Myomektomie | Entfernung eines oder mehrerer Myome durch einen operativen Eingriff über einen Bauchschnitt. | Die gesamte Gebärmutter bleibt erhalten und somit die Möglichkeit, schwanger zu werden. | Die mit Myomen einhergehenden Symptome können wieder auftreten, falls neue Myome entstehen. Der Erholungszeitraum liegt zwischen 2 und 4 Wochen. Es können opeartionsbedingte Komplikationen auftreten. |
| Laparoskopische oder hysteroskopische Myomektomie | Entfernung eines oder mehrerer Myome mittels Bauch- oder Gebärmutterspiegelung. | Deutlich weniger invasiv als die offene abdominale Myomeentfernung. Myome können über drei kleine Spezialinstrumente, die am Bauch eingeführt werden, oder durch den Gebärmutterhals und die Vagina entfernt werden. | Diese Methode ist nicht geeignet für große oder tief sitzende Myome. Der Erholungszeitraum liegt zwischen 1 und 4 Wochen. Es können operationsbedingte Komplikationen auftreten. |
| Hormontherapie | Behandlung mit sog. GnRH Analoga führt zur Schrumpfung von Myomen. | Nicht-chirurgische Methode zur Behandlung von Myomen. | Die Anwendung dieser Behandlung ist auf 6 bis 12 Monate beschränkt. Verursacht Menopause-ähnliche Symptome. Nach Beendigung der Behandlung kommt es zum Wiederauftreten der Symptome. |
| Embolisation der Gebärmutterarterie | Mittels Katheter werden Plastikpartikelchen in die Gebärmutterarterie injiziert. Dadurch wird die Blutzufuhr zu den Myomen blockiert und sie schrumpfen. | sehr wenig invasiv, nur 2-3 Tage Krankenhausaufenthalt nötig Die Gebärmutter bleibt erhalten. |
Seltene Risiken sind: früherer Eintritt der Menopause, schwere Entzündung, Blutung und Embolisation anderer Gebärmutteranteile Während der ersten zwei Tage nach der Embolisation treten oft starke Schmerzen auf. |
| Kontrolliertes Abwarten | Keine Behandlung, nur Beobachtung, zumeist Zunahme der Myomgröße und Zunahme der Beschwerden. | Fast immer verschwinden die myombedingten Symptome mit dem Ende der Wechseljahre. | Myome können weiter wachsen, wobei sich auch die Symptome verstärken. Haben Myome eine gewisse Größe überschritten, ist die Behandlung mit minimal invasiven Techniken oft nicht mehr möglich. |
| MR-gesteuerte Therapie mit fokussiertem Ultraschall | Nicht invasive ambulante Behandlung zur Verkleinerung der Myome. | Erfordert keinen Krankenhausaufenthalt und keine Vollnarkose, schnelle Rückkehr in den Alltag. Die gesamte Gebärmutter bleibt erhalten. | Es kann Myomgewebe unbehandelt bleiben oder es können an anderer Stelle neue Myome entstehen. |
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Im Folgenden finden Sie einen Artikel und einen Film über Myome, in dem diskutiert wird, inwieweit Operationen vorgenommen werden müssen und welche alternativen Behandlungsformen es gibt. |

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