Uterusmyom Glossar

 
Begriff Definition
Abdominale Myomektomie Entfernung eines oder mehrerer Myome durch einen operativen Eingriff über einen Bauchschnitt.
Embolisation der Gebärmutterarterie Mittels Katheter werden Plastikpartikelchen in die Gebärmutterarterie injiziert. Dadurch wird die Blutzufuhr zu den Myomen blockiert und sie schrumpfen.
ExAblate® 2000 Dies ist der kommerzielle Name für das Verfahren der nichtinvasiven Behandlung von Tumoren durch Magnetresonanztomografie. Diese Methode wurde im Oktober 2004 in den USA anerkannt. Seit dem 1. Juni 2008 wird am Klinikum Dachau die fokussierte Ultraschalltherapie unter MRT- Kontrolle (MRgFUS) zur Myomtherapie druchgeführt und seit dem 25. März 2010 übernimmt die Techniker Krankenkasse (TK) die Kosten für das neue ambulante Verfahren.
Fibrom gutartiges Geschwulst, gutartiger Tumor, der aus (gefäßreichem) Bindegewebe hervorgeht. Finden sich häufig in der Gebärmutter oder in Magen- Darmtrakt.
Fibromyom gutartiger Tumor aus glatter Muskulatur (Myom), der zu einem großen Teil aus Bindegewebe besteht. Fibromyome finden sich häufig in der Gebärmutter.
Fokusierter Ultraschall hohe Ultraschallwellen werden auf eine bestimmtes Gebiet konzentriert, dies wird bei therapeutischen und bei chirugischer Anwendung verwendet
GnRH Gonadotropin-Releasing-Hormon
Abk. GnRH, Neurosekret eines natürlichen Hormons welches die Produktion von Östrogenen und Progesteronen im Eierstock steuert. In der Hormontherapie blockiert eine GnRH Substitution die Produktion der Hormone und unterbricht die Menstruation. Diese Methode kann in Verbindung mit anderen Therapien zur Behandlung von Gebärmutterfibromen angewendet werden
Hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU, engl. high intensity focused ultrasound) HIFU ist eine nichtinvasive Anwendung von Ultraschall, bei der durch eine gezielte Schallbündelkonzentrierung Gewebe erhitzt und zerstört wird.
Hormone Botenstoff der in den Blutbahnen viele Körperfunktionen reguliert.
Hormontherapie Behandlung mit sog. GnRH Analoga führt zur Schrumpfung von Myomen.
Hysterektomie Chirurgische Entfernung der Gebärmutter über einen Bauchschnitt oder die Scheide
Hysterosalpingografie Röntgenologische Darstellung von Gebärmutter und Eileitern durch Einspritzen eines Röntgenkontrastmittels
Hysterektomie (Uterusexstirpation) Die operative Entfernung der Gebärmutter, z. B. bei unstillbaren Blutungen oder einem Uteruskarzinom, entweder über einen Unterbauchschnitt oder von der Scheide aus ohne sichtbaren Schnitt.
Hysteroskopie Ein Vorgang bei dem der Arzt ein kleines, beleuchtetes Instrument (Hysteroskop) in die Gebärmutter zur Inspektion der Gebärmutterhöhle einführt
Hysterosonographie Ein Test in dem der Arzt Salzwasser in die Gebärmutterhöhle und eine Ultraschallsonde in Vagina einführt und dabei Bilder erhält. Bei dieser Technik erhält man detailiertere Bilder der Gebärmutterhöhle als bei der einfachen Ultraschalluntersuchung. Dieses Verfahren wird auch als Sonohystographie bezeichnet
Krebs (Karzinom, Cancer, Kanzerose) Gebräuchliche Bezeichnung für jeden bösartigen Tumor. Die Bezeichnung beruht auf den krebsartigen Ausläufern des Tumors ins Nachbargewebe. Ein Krebs entwickelt sich durch überschießende, viel zu schnelle und fehlerhafte Zellteilung mit infiltrativem und destruktivem Wachstum und Metastasierung in andere Organe und Gewebe durch hämatogene (über das Blut) oder lymphogene (über die Lymphbahnen) Streuung. Im Gegensatz zu gutartigen Tumoren bestehen Krebsgeschwülste oft aus atypischen und entdifferenzierten Zellen.
Laparoskopie (Bauchspiegelung) Eine Untersuchung bei der der Arzt ein Laparoskop, Kamera und andere Instrumente in die Bachhöhle durch einen Einstich in die Haut einführt. Die Kamera zeigt Bilder aus dem Inneren des Körpers. Man erholt sich nach einer solchen Behandlung normalerweise schneller als bei einer offenen Operation, die größere Schnitte mit sich bringt.
Laparoskopische oder hysteroskopische Myomektomie Entfernung eines oder mehrerer Myome mittels Bauch- oder Gebärmutterspiegelung.
Leiomymom gutartiges Geschwulst, gutartiger Tumor, der aus glattem Muskelgewebe hervorgeht, finden sich häufig in der Gebärmutter
Magnetresonanztomografie
(Magnetic resonance imaging, MRI, Kernspinresonanztomografie, NMR-Imaging, MRT).
Eine nichtinvasive ambulante, chirugische Methode, bei der hochintensiver fokussierter Ultraschal zur Zerstörung von Gewebe benützt wird. Dieser Vorgang wird durch Bilder des Magnetic Resonance Imaging (MRI) auf Monitoren geleitet.
Myom/Uterusmyome Gutartiges Geschwulst, gutartiger Tumor, der aus Muskelgewebe hervorgeht und sich in der Gebärmutterwand entwickelt.
Myomenukleation Die Entfernung von Myomen aus der Gebärmutter unter Erhaltung derselben
Symptome für Uterusmyome gutartige Geschwülste, die sich in der Gebärmutter angesiedelt haben, verursachen folgende Symtome: starke und schmerzhafte Menstruation; Zwischenblutungen; ein Gefühl der Schwere und des 'Gefülltseins' im Unterleib, häufiges Urinieren (was davon kommen, dass ein Myom auf die Blase drückt), Reizdarm, Schmerzen während dem Sex oder Rückenschmerzen
Tumor (Geschwulst) Im weiteren Sinn jede umschriebene Anschwellung von Körpergewebe, z. B. ein Ödem, ein Erguss oder ein Abszess. Eine Schwellung infolge eines entzündlichen Prozesses gehört zu den typischen Zeichen einer Entzündung. Als Tumor im engeren Sinn werden Neubildungen von Zellen und Geweben bezeichnet, die ihre ursprüngliche Wachstumskontrolle verloren haben, sich dadurch ungehindert vermehren und entweder ausschließlich lokal wachsen (gutartig) oder umgebende Gewebe infiltrieren (bösartig). Mit diesem Überschusswachstum ist meist auch ein Verlust der jeweiligen Zell- und Gewebefunktionen verbunden. Ein solcher Tumor wird auch als Neoplasie (gut- oder bösartiger Tumor) bezeichnet.
Ultraschallgesteuerte Therapie mit fokussiertem Ultraschall Nicht invasive ambulante Behandlung zur Verkleinerung der Myome