Obwohl Patientinnen mit Myomen schwanger werden und Kinder auf natürlichem Wege zur Welt bringen können, deuten mehrere Studien darauf hin, dass sowohl Größe als auch Lage des Myoms in der Gebärmutter die Fruchtbarkeit der Frau negativ beeinflussen und zu auf das Wachstum der Fibrome in der Gebärmutter zurückzuführende Komplikationen während der Schwangerschaft führen können sind (ref. 2, 3).
Gebärmutterfibrome können während der Schwangerschaft unter anderem folgende Komplikationen bewirken
• Blutungen während des ersten Trimesters (ref. 2).• Verschiebung der Plazenta(ref. 2) – Erhöhte Konzentrationen von Östrogen können ein beschleunigtes Wachstum der Fibrome bewirken. Falls sich die Fibrome während der Schwangerschaft entwickeln, besteht ein Risiko, dass die Plazenta durch sie verschoben oder eingerissen wird.
• Kaiserschnitt (ref. 4) – Mehrfach-Fibrome im unteren Teil der Gebärmutter können den Geburtskanal blockieren. In diesem Fall wird ein Kaiserschnitt notwendig.
• Vorzeitige Wehen(ref. 4) – Für eine schwangere Frau mit Gebärmutterfibromen besteht je nach Lage und Form des/der Fibrom(s/e) ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt.
• Fehlgeburten (ref. 2) – Fibrome können in der Gebärmutter wie ein Hindernis wirken, das die Entwicklung des Embryos unterbindet und letztendlich zu einer Fehlgeburt führt.
Behandlung von Myomen während der Schwangerschaft
Normalerweise werden Myome aufgrund des erhöhten Risikos von Blutungen nicht während der Schwangerschaft entfernt. Es ist möglich, dass zwischen Schwangerschaftswoche 12 und 22 die Blutzufuhr zum Fibrom unterbrochen wird, wodurch dieses sich rot färbt und abstirbt. Dieser Prozess wird als "rote Degeneration" bezeichnet (ref. 4).Dabei kommt es zu starken Unterleibsschmerzen und einsetzenden Wehen, was zu vorzeitigen Wehen oder sogar Fehlgeburten führen kann.
Trotz dieser Vielzahl an Komplikationen haben viele der Patientinnen, die unter Myomen leiden und schwanger werden, normale Schwangerschaften und erfolgreiche Geburten (ref. 4).
Schwangerschaft und Behandlung von Myomen – ExAblate*
Vom Royal Women's Hospital in Australien wird berichtet, dass man dort ungefähr 110 Frauen erfolgreich mit ExAblate behandelte, darunter mehrere Frauen, die im Anschluss an die Behandlung schwanger wurden und gesunde Kinder zur Welt brachten (ref. 5).
Bis heute kam es zu mehr als 80 Schwangerschaften, die in 45 Geburten resultierten, ohne dass es dabei zu durch die Behandlung bedingte Nebenwirkungen gekommen ist.*
* Änderungen bei der europäischen CE-Kennzeichnung zufolge sollten Frauen, die sich mit dem Gedanken an eine zukünftige Schwangerschaft auseinander setzen, vor Beginn einer Behandlung mit dem Kernspin-gesteuerten fokussiertem Ultraschall-System ihren Arzt konsultieren.
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Bezugsquellen:
1. Walker CL, Stewart EA. Uterine fibroids: the elephant in the room, Science, 2005, 308:1589-92.
2. Coronado GD, Marshall LM, Schwartz SM. Complications in pregnancy, labor and delivery with uterine leiomyomas: a population based study, Obstet Gynecol., 2000, 95:764-9.
3. Yoon SW, Kim KH, Kim SH, Ha DH, Lee C, Lee SY, Jung SG, Kim SJ. Pregnancy and natural delivery following magnetic resonance imaging-guided focused ultrasound surgery of uterine myomas, Yonsei Med J, 2010, 51(3):451-453.
4. Hasan F, Arumugam K, Sivanesaratnam V. Uterine Leiomyomata in pregnancy, Int. J Gynecol Obstet, 1990, 34:45-48.

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