Roboterassistierte Myomektomie ist ein minimal-invasives Verfahren welches laparoskopische Myomektomie durch kleine “Schlüsselloch”-Einschnitte verwendet und damit die Erholungszeit der Patienten verringert.
Myomektomie ist die einzige chirurgische Behandlung von Myomen, bei der die Fruchtbarkeit erhalten bleibt. Die Myome werden chirurgisch aus der Gebärmutter entfernt. Dies ist die beste Methode für Frauen, die schwanger werden wollen.
Symptome wie Druck und starkes Bluten werden nach der Beseitigung der Myome aufgehoben oder vermindert.
Überblick der Operation
Die roboterassistierte Myomektomie verbindet die Gründlichkeit einer traditionellen offenen Myomektomie mit einem minimal-invasivem Vorgang durch einen 1-2 cm großen Einschnitt in die Gebärmutter und ist ebenfalls effektiv bei großen Tumoren.
Während der roboterassistierten Myomektomie sitzt der Chirurg an einem speziellen Gerät mit Hand- und Fußkontrolle, welche die Roboterarme während der Operation steuert. Die Arme des Roboters sind sehr geschickt und werden von dem Chirurg durch Joystick-ähnliche Bedienungsgeräte gesteuert. Der Roboter hat auch eine Kamera, die dem Chirurg eine 3-D vergrößerten Sicht bietet, was sich Telepräsenz-Chirurgie nennt. Sehr kleine Blutgefäße und Nerven können deutlich gesehen und geschont werden. Die Handbewegungen des Chirurgen werden in dem Patienten durch den Roboter verdoppelt, allerdings in einem geringeren Ausmaß. Der Roboter ermöglicht Gewebe wegzuschneiden, Blutgefäße zu ätzen und zu nähen, dabei werden Nadeln verwendet, die von Greifern wie dem “Nadelführer” gehalten werden. Das Handgelenk des Roboters kann sich fast um 360 Grad drehen und erlaubt so eine große Flexibilität. Der Roboter beseitigt jeden Tremor in der Hand eines Chirurgen und für heikle Arbeiten reduziert die ‘motion scaling‘-Software die tatsächliche Handbewegungen des Chirurgen auf viel kleinere und feinere Bewegungen des Instruments. Roboterassistierte Chirurgie erlaubt dem Chirurgen eine größere Geschicklichkeit als die herkömmliche Laparoskopie. Der Chiruge führt die Operation durch – nicht der Roboter. Der Roboter kann keine eigenen Entscheidungen treffen.
Wenn auch einige Frauen mit einem Uterusmyomtumor eine Hysterektomie machen müssen, bietet die roboterassistierte Myomektomie anderen Frauen die Möglichkeit ihre Gebärmutter zu behalten und somit ihre Fruchtbarkeit zu erhalten. Laparoskopische Myomektomien brauchen meistens länger als die offene Unterleibsmyomektomie und bis zu 28% werden während der Operation zu einem offenen Unterleibsschnitt wenn die Myome zu groß sind und/oder es zu viele davon gibt.
Die roboterassistierte Prozedur wird in ambulanter Form durchgeführt und die Frau kann nach einer Woche wieder zu ihrer Arbeit zurückkehren. Es gibt viele Vorteile einer roboterassistierte Myomektomie im Vergleich mit einer regulären laparoskopische Myomektomie: eine schnellere Erholungsphase, weniger Schmerzen und Unwohlsein, weniger beängstigend, weniger traumatisierend, weniger Komplikationen, weniger Blutverlust, ein verringertes Infektionsrisiko, kürzere Aufenthalte im Krankenhaus und eine schnellere Erholung. Die Erholungszeit ist sehr kurz, da kein Einschnitt oder Hyterektomie vorgenommen wird.
Die Risikofaktoren für Komplikationen während eines roboterassistierten laparoskopischen Vorgangs sind Folgende: schon bestehende Herz-oder Lungenleiden, Übergewicht, Diabetes, Alkoholabhängigkeit, frühere Unterleibs- oder Beckenoperationen. Mögliche Komplikationen umfassen das Wiederauftreten von Myomen, die Perforation der Gebärmutter oder des Darms während der Operation, die Schwächung der Gebärmutterwand, eine Beckenverwachsung, die zu Schmerzen oder Darmverstopfung, Unfruchtbarkeit und der Notwendigkeit spezieller Vorsichtsmaßnahmen während der Schwangerschaft führen können.
Mehr zu Roboterassistierte Myomektomie
http://davincichirurgie.de/gynakologie/erkrankungen/gebarmutterleiomyome/myomektomie.html
http://e-articles.info/t/i/7304/l/de/
http://www.intuitivesurgical.com/assets/web_toolkit/de/Multi-Page_Templates/gynecologic/clinicalrefs.html
Andere minimal-invasive Myombehandlungen:
Ultraschallgesteuerten Therapie mit fokusiertem Ultraschall, nicht-invasive ambulante Behandlung, in der die Myome verkleinert werden
Embolisation der Gebärmutterarterie: In die Gebärmutterarterie werden durch einen Kathether kleine Polyvenyilalkoholteilchen eingeführt, dadurch wird der Blutfluss zu den Myomen blockiert und ein Gewebstod verursacht.
Hier finden Sie einen Überblick zu allen Optionen einer Gebärmuttermyombehandlung

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