Myome (Fibrome) und Fruchtbarkeit

Das Ausmaß, in dem Myome (Gebärmutterfibrome) die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, ist Gegenstand kontinuierlicher Forschungsarbeiten und Studien. Im Allgemeinen ist die anatomische Lage de(s/r) Gebärmutterfibrom(s/e) der wesentliche Faktor, der einer Verhinderung der Fruchtbarkeit beigemessen wird (ref. 1). 

Wie beeinträchtigen Myome die Fruchtbarkeit?

• Die Gebärmutter verformende Subserosalmyome entwickeln sich außerhalb der Gebärmutter und können zu einer Verformung der Gebärmutter führen, was wiederum dazu führt, dass die Spermien die Eizellen nicht erreichen (ref. 1,2).
• Intramuralmyome wachsen im Bereich des Gebärmutterhalses heran, wodurch ein Eindringen des Spermas in die Gebärmutter verhindert werden kann (ref. 2,3).
• Submucosalmyome wachsen in der Gebärmutterschleimhaut heran und können eine Blockierung des Eileiters bewirken, was wiederum dazu führt, dass die Freigabe der Eizelle verhindert wird oder das Sperma nicht eindringen kann (ref. 2,3).
• Sowohl Intramural- als auch Submucosalmyome können eine Vergrößerung der Gebärmutterhöhle bewirken, wodurch das Sperma eine größere Strecke zurücklegen muss (ref. 2,3).
• Darüber hinaus können Myome auch Implantationen oder Schwangerschaften beeinträchtigen (ref. 1).
Bei Myomen mit einer Größe von mehr als 5 cm oder solchen, die sich in der Nähe der Ostien des Eilleiters befinden, besteht ein erhöhtes Risiko von Fruchtbarkeitsproblemen (ref. 4). 

Fruchtbarkeit und Behandlung von Myomen – ExAblate*


Vom Royal Women's Hospital in Australien wird berichtet, dass man dort ungefähr 110 Frauen erfolgreich mit ExAblate behandelte, darunter mehrere Frauen, die im Anschluss an die Behandlung schwanger wurden und gesunde Kinder zur Welt brachten (ref. 5).
Bis heute kam es unter den Frauen, die weltweit mit ExAblate behandelt wurden, zu mehr als 80 Schwangerschaften, die in 45 Geburten resultierten, ohne dass es dabei zu durch die Behandlung bedingten Nebenwirkungen kam .*.* 

*Änderungen bei der europäischen CE-Kennzeichnung zufolge sollten Frauen, die sich mit dem Gedanken an eine zukünftigen Schwangerschaft auseinander setzen, vor Beginn einer Behandlung mit dem Kernspin-gesteuertem fokussiertem Ultraschall-System ihren Arzt konsultieren. 

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Bezugsquellen: 
1. Bajekal, N., TC Li, Human Reproduction Update, Vol.6, No.6 pp.614-620, 2000
2. Buttram, V.C. Jr and Reiter, R.C. 1981 Uterine leiomata:etiology, symptomatology and management. Fertil. Steril., 36, 433-445
3. Hunt, J.E. and Wallach, E.E. 1974: Uterine factor in infertility: an overview. Clin. Gynecol., 44-64.
4. Ubaldi, F., Tournaye, H., Camus, M. et al. 1995 Fertility after hysteroscopic myomectomy. Hum. Reprod. Update, 1, 81-90